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Ärztliche Betreuung der Kurse

Während der Kurse ist eine ärztliche Betreuung gewährleistet durch Frau Dr. Monika Jiang.

Die Basisübung des Chan Mi Qi Gong

Nutzen aus Sicht der westlichen Medizin
Warum ist die Basisübung des Chan Mi aus medizinischer Sicht so wertvoll und effektiv?
Die Basisübung des Chan Mi setzt an der Wirbelsäule als der tragenden statischen Säule des Körpers und der Hauptversorgungsbahn aller Nerven an. Durch den (mehr oder weniger) aufrechten Gang wurde die Bedeutung der Wirbelsäule für die Statik zentral. So können sich Haltungsschäden auf das gesamte Wohlbefinden, innere Organe und letztendlich auch auf die Psyche auswirken. Sowohl die vegetative (unbewusste) Nervenversorgung durch Sympathikus und Parasympathikus als auch die Nervenversorgung des Bewegungsapparates laufen durch die Wirbelsäule und können durch Fehlstellungen oder Einengung wie z.B. durch einen Bandscheibenvorfall entscheidend beeinträchtigt werden. Wenn man also eine Methode wählt, die die Wirbelsäule reguliert, kann man damit auf den gesamten Körper stark positiv einwirken.
Über die Wirbelsäule lassen sich die Hauptregulations-Mechanismen des Körpers beeinflussen: Die Nervenversorgung, die hierdurch, vor allem Parasympathisch regulierte Durchblutung, die muskuläre Spannung. Die Wirbelsäule beinhaltet die Haupt-Steuer-Leitbahnen des Körpers, sowohl in Form der Nerven, die im Rückenmark laufen, der Reflexbögen, die sich ebenfalls im Rückenmark befinden als auch der Nervenknoten, die die Wirbelsäule begleiten und direkt daneben liegen.
Übungen, die direkt an der Wirbelsäule ansetzen, sind deshalb wesentlich effektiver als Übungen, bei denen nur die Extremitäten oder einzelne Körperregionen bewegt werden und so nur ein indirekter und damit viel langsamer Effekt möglich ist.
Qi Gong ist eine Bewegungsmethode, bei der Körperbewegung (und natürlich Qi-Bewegung) mit Atemtechniken, Handhaltungen und Tönen kombiniert und durch innere Konzentrationsübungen die Wirkung enorm verstärkt wird. Die ersten Ziele des Übenden sind körperliche Entspannung, später sollte die geistige Entspannung und damit innere Ruhe dazukommen. Wenn man diese beiden Ziele erreicht hat, ist man seiner Gesundheit ein gutes Stück näher. Ein entspannter Körper mit ruhigem Geist kann sich selbst helfen, die Selbstheilungskräfte können ungestört arbeiten. Yin und Yang können sich im Körper regulieren, wie die Chinesen dieses anzustrebende Gleichgewicht beschreiben. Wer Qi Gong als reine Gesundheitsübung sieht, hat auf dieser Stufe sein Übungsziel erreicht. Diejenigen, die Qi Gong als Persönlichkeitswachstum und Methode der Entfaltung ihres eigenen Potentials sehen, sollten weiter übern, bis sie den eigentlichen „Qi Gong-Zustand“ erreicht haben, einen Zustand tiefer geistiger Ruhe und damit absoluter innerer Konzentration. In diesem Zustand ist nichts mehr wichtig, es ist ein Zustand der Leere, wu wie von den Chinesen genannt. Wer diesen Zustand erreicht, kann in der Leere zur völligen Klarheit, zu neuer Erkenntnis gelangen und seine geistigen Fähigkeiten sowie sein Bewusstsein enorm erweitern. Dies ist das eigentliche Ziel der Qi Gong Übenden.
Im Chan Mi wird die körperliche Entspannung durch einfache Bewegungen erreicht, was vielen leichter fällt als sich in unbewegtem Zustand, wie z.B. beim Autogenen Training, zu entspannen. Außerdem ist die rein körperliche Wirkung durch die entspannten Bewegungen recht schnell, auf jeden Fall schneller als im unbewegten Zustand, zu erreichen. Gerade verspannte Muskulatur, die durch die Verspannung unter Stauung der Durchblutung und des Lymphflusses und damit unter Übersäuerung des Gewebes leiden, können sich durch Bewegung leichter entspannen als ohne Bewegung. Durch die Bewegung wird zuerst die Durchblutung gefördert, damit der Lymphfluss verbessert und schon können Schlacken und Säuren, die unter anderem für Schmerzentstehung verantwortlich sind, abtransportiert und entsorgt werden.
Qi Gong hat ein einfaches Prinzip zu Grunde liegen: Die Umkehr von alltäglichem, von Mustern, von Alterung, von Gewohntem. Schnelles wird langsam ausgeführt, wo normalerweise der Kopf lenkt, zu kopflastig ist, führt nun der Körper, der Bauch. Wer immer den Kopf vorn hat, lernt nun, den Kopf zuletzt einzusetzen und dadurch seiner wohlverdienten Ruhe zuzuführen.
Die Wirkung von regelmäßigem Qi Gong ist enorm: Durch eine verbesserte Haltung verbessert sich die Durchblutung, die Innervation der inneren Organe, das vegetative Nervensystem. Vor allem die verbesserte Gehirndurchblutung durch die korrekte Kopfhaltung im Qi Gong wurde bereits wissenschaftlich belegt. Durch verbesserte Hirndurchblutung verbessert sich die Konzentration, die Leistungsfähigkeit, die Klarheit und alle geistigen Fähigkeiten.

Durch die entspannten Bewegungen kann der ganze Körper entschlacken, bisher unbewegte Regionen werden wieder bewegt, „belebt“, damit besser durchblutet, der Lymphfluß verbessert und Stoffwechselprodukte können abtransportiert werden. Damit findet eine Entsäuerung des Gewebes statt, schmerzende Regionen können wieder schmerzfrei werden.
Qi Gong stellt bei richtiger Übungspraxis auf einfache Weise die Grundregulation sowohl im Bereich zwischen den Zellen als auch im Bereich der Nervenversorgung und der Durchblutung wieder her. Yin und Yang regulieren sich, wie die Chinesen sagen. Wenn Yin und Yang im Körper vollständig ausgeglichen sind, herrscht Gesundheit.
Ein wichtiger Teil des Chan Mi Qi Gong ist das innere Lächeln. Durch dieses innere Lächeln wird die Entspannung verstärkt, das Wohlbefinden gesteigert, und bei der täglichen Anwendung im Alltag können Sie beobachten, wie erstaunlich viel positiver die Rückmeldungen Ihrer Umwelt werden.
Wie alle genialen Methoden ist das Prinzip der Basisübung so einfach. Die Basisübung des Chan Mi wurde aus hochkomplexen Bewegungsmustern der Übungspraxis tibetischer Mönche extrahiert, auf das wesentliche reduziert und damit dem westlichen Menschen zugänglich gemacht.
Ein wesentlicher Vorteil des Qi Gong ist, dass Sie keine aufwändige Spezialkleidung benötigen, keinen speziellen Übungsraum, keine teure Ausstattung. Wo auch immer Sie stehen und es ruhig genug ist, können Sie üben.
Fremd für den westlichen Menschen ist nur die urchinesische Idee, dass der Mensch sein Schicksal selbst in der Hand hat, speziell für seine Gesundheit und seine Gesunderhaltung selbst verantwortlich ist und nicht der Hausarzt auf Krankenschein. Vor diesem Grundverständnis sind sich im Laufe der Jahrtausende eine unendliche Vielzahl von unterschiedlichsten Techniken entstanden und wurden über diese lange Zeit vervollkommnet. Die meisten Qi Gong Übungen haben sich über die lange Zeit bewährt, anders als die Unzahl jährlich neu entstehender Fitness-Trends in den Fitness-Studios.
Qi Gong können Sie völlig ohne den geistigen Hindergrund des Buddhismus üben, als reine Gesundheitsübung und haben gleichzeitig den Vorteil, dass die Übungen über Jahrtausende optimiert wurden und sich bewährt haben.
 Sie riskieren, mit Qi Gong gesund zu werden oder zumindest sich Gutes zu tun und Ihrer Gesundheit ein großes Stück näher zu kommen. 

Wir freuen uns auf Kurse mit Ihnen!

Kursinfo

Liebe Kursteilnehmer,

qiherzlich willkommen bei unserem Qi Gong-Kurs. Sie werden eine – für Sie vielleicht neue – Welt des Denkens kennenlernen. Für die Dauer des Kurses werden Sie eine hocheffektive Methode erlernen, die Sie im täglichen Leben begleiten kann und deren positiven Effekt Sie schon bald bei regelmäßigem Üben spüren werden. Nehmen Sie sich Zeit, sich auf die Methode einlassen und vor allem zum Üben. Im Rahmen des Kurses werden Sie sehen, daß Sie schon bald die anfänglich ungewohnten Bewegungen und Konzentrationsübungen ausführen können und damit große Fortschritte in Richtung Entspannung und Lockerung machen werden.

Qi Gong hat sich in China über Jahrtausende entwickelt und bewährt und wird noch heute von Millionen von Chinesen täglich praktiziert, zur Kräftigung, zur Gesunderhaltung aber auch in Kliniken zur gezielten Behandlung von Erkrankungen. Im Westen wurde Qi Gong in den letzten Jahrzehnten zunehmend bekannter im Rahmen des steigenden Interesses an östlicher Lebensphilosophie als Ausgleich zum westlichen, immer schneller und hektischer werdenden Lebensrhythmus.

Qi Gong ist eine Art Sport und doch kein Sport. Qi Gong unterscheidet sich vom Sport, daß zur Bewegung noch bestimmte Atemtechniken, die Kraft der Vorstellung und Konzentration, bestimmte Töne und bestimmte Handhaltungen hinzukommen. Durch diese Konzentration wird Entspannung und ein wohltuendes Körpergefühl erreicht. Die die Gesundheit erhaltende und wiederherstellende Wirkung von Qi Gong hat sich über Jahrtausende gezeigt und wurde in den letzten Jahrzehnten in Kliniken innerhalb und außerhalb Chinas untersucht und belegt.

Qi Gong ist die älteste chinesische Methode der Führung des Qi, unserer Lebenskraft. Durch gezielte Bewegungsübungen lernt man, seine Energie zu steuern und damit Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern. Ziel der Übungen ist, die eigene Energie und damit sich selbst zu stärken. Die Basisübung basiert auf gezielten Bewegungen der Wirbelsäule. Da durch die Wirbelsäule die Nervenversorgung des gesamten Körpers läuft, erreicht man in kurzer Zeit schon eine wohltuende, lockernde und schmerzlösende Wirkung. Dadurch, daß unser Rücken wieder beweglich wird, fühlen wir uns jünger. Die Basisübung ist bei regelmäßigem Üben hocheffektiv sowohl in der Stressbewältigung und der Schmerzbekämpfung als auch der allgemeinen Prävention. Im Vergleich zu anderen Qi Gong-Richtungen sind die ersten Übungserfolge bei der Basisübung sehr schnell zu erreichen.

Das Besondere des Chan Mi-Qi Gong und der Unterschied zu allen anderen Qi Gong-Richtungen ist die gezielte Bewegung der Wirbelsäule und dadurch die Beeinflussung des gesamten restlichen Körpers. Die Chinesen sagen, daß das Altern in der Wirbelsäule anfängt. Damit ist Chan Mi ein Weg, die Wirbelsäule jung und geschmeidig zu erhalten bzw. wieder beweglich zu machen und damit die Gesundheit zu verbessern und das Leben zu verlängern.

Chan Mi Qi Gong wurde erst in den 80er Jahren von Großmeister Liu Han Wen an die Öffentlichkeit gebracht, vorher wurden die Methoden in Familientradition weitergegeben. Im Chan Mi gibt es 24 unterschiedliche Übungen, von denen viele weit fortgeschritten sind. Für den gesundheitsbewußten Schüler ist es durchaus ausreichend, sich auf einige grundlegende Übungen wie Basisübung, Yin Yang He Qi Fa, Reinigungübung, Tu Na Qi Fa, Hui Gong oder Übungen zu Blutdruck und Sehschärfe zu beschränken.

Voraussetzung und Grundlage des Chan Mi ist die Basisübung, die in allen 24 Übungen auftaucht und dadurch wirklich die Basis zum Erlernen des Chan Mi-Qi Gong darstellt, aber auch die eine gute Grundlage bzw. Ergänzung für andere Qi Gong-Richtungen.
Die Basisübung, die Sie in diesem Kurs erlernen werden, dient der Regulierung von Körper, Herz und Kreislauf, Atmung und Geist. Damit gleichen sich Yin und Yang im Körper aus. Durch bestimmte Wirbelsäulenbewegungen gelangt man zur Entspannung, von der Entspannung zur Ruhe. Aus der Bewegung wird also auch eine geistige Ruhe erreicht.

Neben der Basisübung zählen zu den Grundlagen des Chan Mi Qi Gong Yin Yang He Qi Fa, eine Methode zum gezielten Regulieren des Yin und Yang und der Verbindung mit Himmels- und Erd-Qi, die „Perle des Chan Mi“, und Tu Na Qi Fa, eine Methode zur Aufnahme und Abgabe von Qi. Xi Gou Fa, die Reinigungsübung, ist eine weitere für die Gesundheit äußerst wichtige Übung. Bei Bluthochdruck oder Augenproblemen empfiehlt sich auch das Erlernen einer Methode zur Regulierung des Blutdrucks und einer Übung zur Stärkung der Sehkraft.

Mit der Basisübung alleine können Sie bei regelmäßigem Üben schon sehr viel für sich und Ihre Gesundheit erreichen. Wenn Sie mehr für Ihre Gesundheit tun wollen oder spezielle gesundheitliche Probleme haben, ist die auf die Basis aufbauende Übung Yin Yang He Qi Fa. Diese Übung besteht aus Einzelübungen für die inneren Organe, die Beine, den Oberkörper und die links-rechts-Regulierung der Körperhälften.

Wer durch das Üben und die dadurch in Gang gesetzten positiven Effekte motiviert ist, kann auch die höherstehenden Übungen erlernen, die in unserem Kursprogramm unter Fortgeschrittenenkursen stehen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer Kurse zum Kursleiter/zur Kursleiterin und zum Lehrer/zur Lehrerin der Fördergemeinschaft Chan Mi Qi Gong Deutschland e.V. ausbilden zu lassen. Information hierzu erhalten Sie bei Interesse.
Bei starken psychischen Problemen oder bei schweren Erkrankungen sollten Sie in einem persönlichen Gespräch klären, ob die Übungen für Sie in Frage kommen. Auch im Falle einer Schwangerschaft sollten Sie vor der Anmeldung Rücksprache halten.

 Wir freuen uns auf den gemeinsamen Kurs mit Ihnen! 

Yin Yang He Qi Fa

Zielgruppe:

Anfänger

  • Jede/r, der Qi Gong mehr als nur die Basis lernen will
  • Jede/r, der sich seine Gesundheit erüben will

Übungsziel:

  • Beseitigung von Blockaden der Bauchorgane
  • Beseitigung von Blockaden im gesamten Körper
  • Einen großen Kreislauf entstehen lassen
  • Verbindung mit Himmel und Erde
  • Innere Ruhe und innere Konzentration üben
  • Qi-Führung durch den gesamten Körper erlernen
  • Qi-Koordination mit Bewegung und Konzentration

Übungsteile:

  • Regulation von Herz, Kreislauf, Atmung und des gesamten Körpers
  • Drei Kreise
    • Speziell Regulation der Organe im Bauchraum
    • Intensivierung des Qi-Gefühls
    • Lenkung des Qi
  • Erdteil
    • Verbindung mit dem Erd-Qi
    • Freimachen der unteren Körperhälfte
    • Stärken von Blut und Yin
  • Himmelsteil
    • Verbindung mit dem Himmels-Qi
    • Freimachen der oberen Körperhälfte
    • Stärken von Qi und Yang
  • Yin-Yang-Figur oder Figur des Hebens und Absenkens
    • Links-Rechts Koordination
    • Durchströmen beider Körperhälften
    • Gezielte Qi-Lenkung durch beide Körperhälften
  • Verbindungsteil
    • Großer Kreislauf mit Mensch, Himmel und Erde
  • Abschluss
    • Sammeln, Konzentration des Qi

Medizinischer Nutzen

  • Regulierung/Ausgleich des Blutdrucks
  • Ausgleich von Yin und Yang im Körper. Ausgeglichenes Yin und Yang entspricht Gesundheit
  • Regulierung bei Reizmagen, Reizdarm, Verdauungsstörungen aller Art
  • Regulierung bei Hepatopathie (Leberproblemen)
  • Regulierung bei Blasenschwäche, Reizblase
  • Durchblutungsförderung der Extremitäten
  • Besserung von Blockaden/Schmerzen der Extremitäten und des Rückens
  • Besserung von Lateralitätsstörungen (Links-Rechts-Störung, Halbseitigen Störungen)

Einordnung der Übung

  • Bewegte Übung
  • Grundstufe
  • Ideal nach der Basisübung zu erlernen
  • Gesundheitserhaltung, Wiedererlangen der Gesundheit